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„Freifach Glück“ – Kunstprojekt in Dornbirn

„Jeder ist seines Glückes Schmied“ lautet ein Sprichwort, das nahelegen soll, dass man viel zum eigenen Glück beitragen kann. Was aber macht glücklich? Mit diesem Thema beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Dornbirn-Bergmannstraße im „Freifach Glück“.

„Mir zuliebe – Freifach Glück“ hat Michaela Hofer ihr Fach genannt, für das es keine Noten gibt. „Die Jugendlichen sind wirklich sich selbst zuliebe da – ganz ohne Druck von außen“, sagt die Lehrerin der Mittelschule Dornbirn-Bergmannstraße. Das „Freifach Glück“ ist zu einem Trend geworden – auch an manchen Vorarlberger Schulen.

Mit so viel Zuspruch rechnete Hofer nicht, als die mit Beginn des Schuljahres das Fach anbot: 23 Schülerinnen und Schüler der zweiten bis vierten Schulstufe kommen seither jeden Freitagnachmittag freiwillig in die Ojad Vismut, die Offene Jugendarbeit Dornbirn, um gemeinsam mit ihrer Lehrerin dem Geheimnis des Glücks auf die Spur zu gehen.

Den Jugendlichen Werkzeug an die Hand geben

Für Hofer ist das Freifach eine Herzensangelegenheit. „Es ist eine herausfordernde Zeit auch für Jugendliche“, sagt Hofer zu ihrer Motivation. Und sie will den Jugendlichen nahebringen, dass sie unabhängig von äußeren Einwirkungen Umstände kontrollieren können.

Junge Menschen würden in der heutigen Zeit mit vielem überschwemmt, sie sollten ein Werkzeug an die Hand bekommen, wie sie mit dieser Überflutung umgehen und sich selber finden können, ist Hofer überzeugt: „Es gibt das Zufallsglück und es gibt das Lebensglück – und das Lebensglück kann ich auf jeden Fall mit beeinflussen beziehungsweise kann ich Werkzeuge lernen, wie ich dieses Lebensglück mitgestalten kann.“

„Wer oder wie will ich sein?“

In dem Fach kann jeder reflektieren, was ihn oder sie eigentlich glücklich und zufrieden macht, sagt Hofer. Dabei geht es auch um die Frage, inwiefern Konsum glücklich machen kann. „Das ´Etwas-haben-wollen’ führt ja immer zu einem Mangelzustand“, sagt Hofer und fordert die Jugendlichen dazu auf, stattdessen darüber nachzudenken, wer oder wie sie sein wollen.

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